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F&A 15: Ideale Aquariengröße, Grünalgen und Wassertemperatur

Die Februar-Ausgabe der Fragestunde bringt Antworten auf drei spannende Fragen. Sind 200 Liter zu groß? Warum habe ich Grünalgen in meinem 2 Wochen alten Aquarium? Muss ich das Wasser beim Wasserwechsel temperieren?

Ich freue mich immer, wenn ich Fragen per Mail an fragen@aquariumeinrichten.com oder auf der AE Facebook Seite zugeschickt bekomme. Damit alle Leser was davon haben, picke ich die interessantesten Fragen heraus und beantworte sie in dieser Artikelreihe. Hast auch du eine Frage? Dann zögere nicht und stelle sie am besten einfach auf der AE Facebookpage! Dort bekommst du nicht nur Antworten von mir, sondern auch von anderen Aquarianern.

Legen wir mit den Fragen los!

Frage 1 von Daniela: Ich bin auf der Suche nach der idealen Größe für mein zweites Aquarium. Mein erstes ist ein Nano Aquarium mit 20 Litern. Platz hätte ich für ein bis zu 200 Liter Becken, aber welche Größe macht am meisten Sinn? Ist ein Aquarium mit 200 Litern nicht schon zu groß?

Danke für deine Frage, Daniela. Ich kann mich noch genau an mein zweites Aquarium erinnern und freue mich mit dir mit :-)

Eine definitive Antwort auf deine Frage zu geben, fällt mir etwas schwer. Es hängt doch stark von dir selbst ab, ob ein großes 200 Liter Aquarium gut passt oder zu groß ist. Was bedeutet genau zu groß? Macht es zu viel Arbeit? Ein großes Aquarium hat jedenfalls den Vorteil, dass Fische erst richtig gut zur Geltung kommen. Du hast ausreichend Platz einen richtigen Schwarm zu halten oder etwas größere Tiere. Auf 200 Litern kannst du mehrere Arten miteinander vergesellschaften, ohne Platzprobleme zu bekommen. Die Aquarium Gestaltung ist mit 200 Litern ganz anders, als in einem Nano Aquarium.

Auf den Platz von einem 200 Liter Aquarium könntest du zum Beispiel auch einige 20 Liter Nanos stellen. Bei diesem Szenario könntest du mehrere Garnelenarten jeweils in einem Art-Aquarium halten und den Tieren jeweils die idealen Bedingungen bieten.

Beides würde sich natürlich in einem Mittelweg kombinieren lassen. Mit einem 112 Liter Becken für Fische und 1 oder 2 Nano Aquarien.

Frage 2 von Hubert: Hab seit etwa 2 Wochen mein Aquarium eingefahren. Seit einer Woche bilden sich Grünalgen auf einigen Blättern meiner Wasserpflanzen. Hab nachgelesen, daß es ein Zeichen für Stoffwechsel belastendes Wasser ist. Hab aber noch gar keine Fische im Aquarium. Kann es sein, dass ich zuviel CO2 (10 Blasen /min /100l) zugebe? Die Blätter der Pflanzen die direkt daneben sterben ab. Hab nach einer Woche auch einmal das Wasser gedüngt.

Danke für die Frage. Gerade in den ersten Wochen nach dem Einrichten deines Aquariums, ist das Risiko sehr hoch, dass Algen entstehen. Wenn die Algen nur sehr sporadisch auftreten und auch nicht zu rasant wachsen, würde ich mir noch keine zu großen Sorgen machen. Die ersten Fische und Garnelen werden diese Algen wahrscheinlich bald abfressen. Sobald die Pflanzen gut zu wachsen beginnen, werden sie mit den Algen stark konkurrieren - damit sollte das Problem bald der Vergangenheit angehören. Wenn du den Algen beim Wachsen förmlich zusehen kannst, dann ist es höchste Zeit etwas zu tun.

Du schreibst, dass du mit CO2 und noch zusätzlich nach einer Woche gedüngt (Flüssigdünger) hast. CO2 ist auf jeden Fall der richtige Weg, um von Beginn an ein gutes Pflanzenwachstum in deinem Aquarium zu haben. Solange du keine Tiere im Aquarium hast, kannst du mit CO2 nicht viel falsch machen, danach solltest du darauf achten, dass du nicht zuviel CO2 gibst.

Den Flüssigdünger würde ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht zugeben. Die ersten Wochen verbrauchen die Pflanzen noch recht wenig Nährstoffe, weil sie noch nicht nennenswert wachsen. Sie müssen sich erst an die neue Umgebung gewöhnen. Ich weiß. Man ist versucht sehr früh zu düngen, weil man denkt, dass dadurch die Pflanzen endlich richtig zu wachsen beginnen. Das funktioniert aber nicht. Du düngst in den ersten Wochen nur die Algen. Besonders, wenn du Soil als Boden verwendet hast, sind mehr als genug Nährstoffe im Wasser. Es ist sogar so, dass du dir eher Gedanken machen solltest, wie du in den ersten Wochen überschüssige Nährstoffe aus dem Wasser bringst. Häufige Wasserwechsel in den ersten Wochen sind sehr empfehlenswert.

Zuviele Nährstoffe entstehen auf verschiedene Arten und wie du selbst geschrieben hast, könnte das auch durch Fische geschehen. In deinem Fall aber sind es eher unverbrauchte Nährstoffe durch zu frühe Düngung und möglicherweise dein Soil.

Mein Quick-Tipp gegen die Algen: Entferne stark befallene Blätter, reinige befallenes Hardscape und die Aquariumscheiben und mache dann einen großen Wasserwechsel von etwa 50%. Diesen Wasserwechsel kannst du 2-3 mal pro Woche machen. Düngen würde ich erst, wenn die Pflanzen sichtlich zu wachsen beginnen.

Frage 3 von Kevin: Ich habe Ihren Beitrag gelesen und finde ihn sehr empfehlenswert. Dennoch habe ich eine Frage und zwar schreiben Sie, dass die Temperatur beim Einfüllen 24-26°C haben soll. Soll man nicht eigentlich kaltes Wasser benutzen wegen den Kupferrohren? Bin noch ein bisschen ratlos, wie ich das anstellen soll bei meinem 350L Becken :-\

Danke für deine Frage. Du hast absolut recht, du solltest nur kaltes Wasser aus der Leitung für dein Aquarium verwenden. Ich habe meinen Wasserwechsel Artikel ergänzt, damit es eindeutig ist.

Das heißt: Immer kaltes Wasser aus der Leitung verwenden. Bei kleinen Wasserwechseln ist das kalte Wasser ok, da sich das Wasser mit dem warmen Wasser im Aquarium schnell vermischt. Kleine Temperaturschwankungen gibt es auch in der Natur und wirken oft auch anregend auf die Tiere. Manche Arten paaren sich bevorzugt, wenn die Temperatur kurzzeitig etwas absinkt.

Bei einem großen Wasserwechsel von 50% oder mehr würde die Temperatur durch das kalte Wasser aus der Leitung aber zu stark abfallen. Daher sollte das Wasser etwas temperiert werden, bevor du es ins Aquarium kippst. Entweder einfach bei Zimmertemperatur einige Zeit stehen lassen oder mit einem Heizstab das frische Wasser im Eimer etwas erhitzen. Je nachdem wie groß dein Eimer ist, kann es notwendig sein, diesen länger oder kürzer stehen zu lassen. Am besten einfach einmal ausprobieren und öfter nachmessen.

Das Erhitzen in Kochtopf oder Wasserkocher ist auch eine Möglichkeit. Dabei solltest du aber darauf achten, dass Kochtopf bzw. Wasserkocher auch wirklich sauber sind und sicher keine Rückstände von Spülmitteln oder ähnlichem haben. Am besten einfach vorher gut mit sauberem Wasser auswaschen.

Wasserwechsel

Aquaristik Kurznews im Februar

Neue Interviews online

Es gibt wieder neue Interviews auf AE! Ich freue mich sehr, dass ich wieder einige interessante Interviewpartner finden konnte. Hier geht es zu den Interviews mit Tim Magnus und André Franken. Mehr Interviews sind in Planung und ich bin schon sehr gespannt auf viele spannende Antworten von Experten in den verschiedensten Bereichen. Gefallen dir diese Interview? Klicke bei den Interviews auf "gefällt mir". Danke!

Neuigkeiten von meinen Wabi Kusa

Die letzten Neuigkeiten von meinem Wabi Kusa Experiment sind keine guten. Einige Pflanzen sind abgestorben, einige Fehler sind mir unterlaufen. Die gute Nachricht ist: Ich habe einiges gelernt, einen Neustart gemacht und ich denke, jetzt sollte es klappen.

Wabi Kusa Experiment 4: Neustart

Das war es mit den News und Fragen für dieses mal. Danke noch einmal an alle Fragesteller. Hast du auch eine Frage? Stelle sie jetzt! :-) Außerdem freue ich mich immer über ein Like oder +1 oder einen Tweet. Danke sehr!

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Buchtipps

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